Nach dem Markt ging noch eine ganze Weile weiter ins Hinterland und ueber holprige Matschstrassen vorbei an Ochsenkarren und Elefantenreitern. Angekommen sind wir dann schliesslich auch an unserem Ziel, dem Elefantencamp. Hier gabs dann erstmal ein bisschen gebratenen Reis zur Staerkung. Danach noch schnell ein paar mini Bananas gekauft und schwupps di wupps sassen wir auch schon auf unserem Dickhaeuter. Unserer war das kleinste Reitgetier von allen aber konnte locker an den anderen grossen vorbeigaloppieren. Hierbei war ich stets bemueht weder Bananen (zum sporadischen fuettern) noch Kamera zu verlieren aber auch selber nicht aus dem Sitzteil zu fallen. Gerade bergab war das alles andere als leicht.

Elefantenreiten
Nach einer kurzen, aber ausreichenden Runde durch den umliegenden Dschungel haben wir dann jeder einen Wanderstock in die Hand bekommen und starteten los zum Trekking. Nach dem ersten paar hundert Metern eine art Matschstrasse entlang machte sich langsam Enntaeuschung bei mir breit. Versprochen hatte ich mir hier den vollen Dschungelknaller und gegeben hatte es da gerade mal etwas waermere Dorfatmossphaere. :( Hm. Naja, ein paar Minuten spaeter gings dann wenigsten einen schmaleren Pfad entlang, vorbei an ein paar Bambushuetten und viel viel Gruenzeug. Jeder hatte mal auf eine Mimose geklopft und sich gefreut wie die dann die Blaetter eingezogen hat und so weiter und so fort.
Weitere 500m waren wir dann auch im Dschungel angekommen und es war so wie man sich das vorstellte. Und ohne hier weiter einen auf spannend zu machen. Es war der wirkliche absolute Knaller. Wir sind triefend nass vom Schweiss diesen Weg da entlang "gerannt". Unser Guide kannte da garnichts - Zack Zack gings ueber Stock und Stein. Bergauf. Bergab. Ueber den ersten Fluss. Ueber den naechsten. Mir brannte die Sonne auf dem Kopp. Und Isa zog der "sehr bequeme" Leihrucksack ewig lang maechtig an der Schulter. Dann die Erloesung. Der Wasserfall zum "duschen". Alle Kerle natuerlich gleich drunter gehupft. Die Maedels der Gruppe waren da doch eher ein bisschen zurueckhaltender.

Duschen unter dem Wasserfall
Dann kam die Ansage: "Only two more hours!" .. Stellt euch jetzt einfach unsere Gesichter vor. Besonders Isa's. Der Hit. Da sind wir hier schon eine gefuehlte Ewigkeit durch das Dickicht getrabt und es war gerade mal eine lausige Stunde um. Efrischt und clean also wieder rein in die vorher vollgeschwitzten Klamotten. Allerfeinste Manier - herrlich.

Der Guide machte immer gut Tempo
Aber "Ok", nur die Harten kommen in den Garten. Also auf die Plaetze, fertig, los! 2h sind schon machbar. Denkste. Die Sonne wurde noch ca. 3 mal so warm und der Weg noch ca. 3 mal so steil. Irgendwie haette uns ja der Fakt dass wir in einem "Berg"dorf schlafen ein bisschen stutzig machen koennen. Aber irgendwie war die gesamte Gruppe doch recht uebberascht als es dann 1,5h von den 2 steilst bergauf ging. Es war wir auf einem mega schmalen Streifen zwischen millionen Pflanzen, bei gefuehlten 40C, 1,5h eine Treppe hoch zu steigen. Zu sagen dass wir unsere Beine gemerkt haben weare die Untertreibung des Jahrhunderts. Dazu das kontinuierliche Jammern von Isa, begleitet von meinem Lachen. Geraeuschtechnisch aber dennoch uebertrumpft von einem ca 4cm grossen Insekt, dass den ganzen Dschungel mit einer Art Rauchmelderpiepen erfuellt hat.
Aber allem Jammern zu trotz. Es war super geil. Die Aussicht nachdem wir halbtot auf 3/4 des Berges Rast gemacht hatten und ueberhaupt dieser ewig grosse Dschungel mit all seinen Pflanzen und Geraeuschen. Herrlich.
Irgendwann war es ja dann auch doch so weit und wir kamen in unserem Domizil an. Eine Bambushuette an der anderen Bergseite, mit gigantischem Ausblick und kaltem Bier. Was kann es besseres geben, nach DEM Trip! So haben wir dann erstmal geduscht und uns frisch gemacht. Die ganze Truppe bestand aus 2 Schweizern, 2 Oesterreichern, einem Franzosen und 5 Deutschen. Alles super Leute mit denen das wirklich Spass gemacht hat und mit denen man dann die Zeit bis zum Abendessen locker flockig plauschend verbringen konnte. Als Snack wurde dann auch ein Teller Maden rumgereicht wo meines wissend jeder mindestens eine gegessen hat - auch Isa. Noch ein paar andere und ich auch, haben sogar mehrere gegessen. Die schmecken nicht mal so schlecht. Zum richtigen Schnabbeln gabs dann Reis mit 2 verschiedenen Beilagen und Suppe. Sehr lecker und garnicht mal soo scharf. Den weiteren Abend haben wir mit lustigen Kartenspielen und "Magic Tricks" verbracht. Dann gings auch schon ins Matratzenlager - Ein grosser Raum in unserer Huette mit 2er-Matten und den dazugehoerigen Moskitonetzen.

Die letzten Meter

Das etwas harte Nachtlager

Hrmm, lecker Madensnack

Unsere Gruppe beim Futtern auf der Huettenterasse
Die Nacht war allerdings weniger schoen. Die "Matten" waren mega duenn und der Boden dementsprechend hart. Auch hatte sich unser Moskitonetz in der Nacht verzogen so dass Isa trotzdem gestochen wurde und jetzt einen grossen Flatschen am Bein hat.
1 Kommentar:
Voll krasse Sache, dass mit dem Dschungel und vorallem das mit den Elefanten hat mich fasziniert. Was hättet ihr eigentlich gemacht wenn der mal mit euch durch geht, so einfach los über Stock und Stein in den Dschungel rein. Das wäre sicher lustig anzusehn, aber bestimmt sehr schmerzhaft. ^^
Die Maden hätt ich auch mal probiert sahen zwar nicht so lecker aus wie die bunten Würmer in der Kokosmilch, aber man kann ja die Augen zu machen.
Ihr werdet sicher voll fit und konditioniert wieder aus dem Urlaub, das was ihr euch jeden Tag antut. Da könnt ihr sicher bald bei nem Maraton mitlaufen. So jetzt les ich noch den zweiten Tag durch bin schon gespannt.
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