Donnerstag, 11. September 2008

Back from the Trek - Chiang Mai Jungle Tag 2

Nach der weniger erholsamen Nacht sind dann alle fruehs gen 8:00 aufgestanden zum Fruehstueck. Es hatten schon Leute vermutet, dass es wie in Thailand ueblich eine Reissuppe gibt - und darauf hatte niemand so wirklich Lust. Aber gluecklicher Weise gabs dann doch Toast mit Marmelade, Ananas und Ei. Ich hab natuerlich gleich richtig reingeschaufelt, weil ich ja den Marsch vom Vortag im Hinterkopf hatte.

Einer aus unserer Gruppe, Nikolas - der Franzose, hatte wohl ziemliche Kopfschmerzen und ihm war schlecht. Nach Isas Fieberthermometer hatte er 37,8C. War alles bisschen wage und fraglich zwecks Malaria. Aber er wollte unbedingt weiter mit laufen und hat das auch bis zum Ende durchgezogen.

Da unser Guide vom Vortag eigentlich eher so eingesprungen war fuer den richtigen, der dann aber den Abend davor zu uns gestossen ist, gings jetzt mit dem weiter. Genannt hat er sich "Johnny Walker" und verhalten hat er sich, wie wenn er unter Affen aufgewachsen waere. Aber geil.

Da wir OBEN auf dem Berg waren, mussten wir heute ja Gott sei Dank nur runter laufen. Das sollte ja machbar sein. Obwohl wir auf Grund des starken Regens in der Nacht (oops, vergessen zu schreiben :) ) schon bisschen vorsichtig waren. Berechtigter Weise. Denn nach dem ersten paar Schritten hat sich gezeigt, dass der Weg ziemlich steil und ziemlich matschig war. Dementsprechend hats auch immer wieder Leute hingeklatscht. Ich war einer davon und sah dann erstmal aus als haette ich mir ins Hoesle gemacht. Zwar war das Ganze wieder entsprechend anstrengend, aber nich halb so schlimm wie das den Tag zuvor. Zwischendurch gabs auch wieder den obligatorischen Wasserfall zum Schwimmen und Duschen.


Der obergeile Ausblick von der Huette


Mein dreckiger Hintern nach dem Sturz


Der doch recht steile Weg hinab


Die Junglehelden schlechthin


Unten das Klo - Oben die Spuele dazu

Gen Ende sollten wir dann immer schneller laufen, weil noch 2 andere Gruppen hinter uns waren und es beim Rafting nicht genug Bote gab. Bzw haette man dann auf die warten muessen, die schon runter gefahren sind. Deshalb gings schnurstracks zum Raftingcamp. Hier haben wir dann unsere Sachen in ein Auto gehauen und uns lustige bunte Westen und Helme angezogen. Zu sechst im Boot schwubberten wir dann den Fluss runter. Man musste immer fleissig mitpaddeln, dass der Guide hinten besonders in den schnelleren Strecken steuern konnte. In den ruhigeren Teilen konnte man dann aus dem Boot springen und schwimmen - ich war aber glaube der einzige der das aus unserem Boot gemacht hat. Die anderen hatten wohl Angst vor Schlangen - "Buhu!" :P Alles in Allem war die Fahrt ganz ok, aber doch lange Strecken sehr ruhig.

Im Basiscamp angekommen, sind einige Leute aus den Gruppen (inkl. mir) nochmal ein paar hundert Meter den Fluss rauf gefahren um mit einem Bambusfloss wieder runter zu driften. Leider war das Teil ultra wackelig und unser Steuermann auch nicht gerade der Beste, so dass wir immer fast umgekippt sind. Ausserdem sind wir dann irgendwo im Flussgras gestrandet (in der Mitte vom Fluss) und mussten schieben.

Letztendlich gabs dann noch Essen, Pad Thai mit Tofu - das sind thailaendische Nudeln, dies hier ueberall gibt - und dann gings wieder nach Chiang Mai ins Hostel zurueck. Geschunden und total uebermuedet haben wir dann erstmal eingecheckt und unser Zimmer bezogen. Irgendwie hat das Guesthouse eine dolle Atmosphaere aber die Zimmer sind wohl alle Scheisse. Unser Waschbecken hat unten nur ein lose baumelndes Rohr dran und draussen vor dem Fenster ist eine Art Wassertank, der immer anfaengt Wasser zum Pumpen, wenn der Wasserdruck mal wieder weg ist. Und das ist so ziemlich sehr oft. Besonders toll wenn man eingeseift in der Dusche steht - wie Isa. Oder wenn man gerade das halbe Gesicht rasiert hat - wie ich. Aber nach ca 15min ist meist wieder Wasser da. Auch sind draussen Froesche die unglaublich laut machen. Allerdings konnten mich all die Gerausche nicht davon abhalten sofort waehrrend Isa geduscht hat, einzuschlafen.

Nach dem kurzen Nickerchen haben wir dann erstmal unsere Dschungelkleidung zum Waschen gebracht. Fuer 15Baht pro Kilo bekommt man hier die Sachen sauber und zusammengelegt wieder. Das will ich auch in Dresden haben, jetzt wo Isa wieder nach Leipzig muss. :D Danach haben wir uns dann noch von Nikolas und Lucas, 2 aus unserer Gruppe verabschiedet. Petra und Irene aus Oesterreich waren leider schon weg mit ihrem VIP Bus gen Bangkok.

Abends gings dann noch flotti zum Markt um etwas zu Essen. Um dort hin zu kommen muss man immer fein an zahlreichen dubiosen Bars mit noch dubioseren Thai Maedels davor sitzend vorbei - ihr wisst schon. Einen Banana Pancake, eine reichhaltige Nudelsuppe und einen Fruchtshake spaeter gings die gleiche Strasse wieder zurueck. Da standen "komischerweise" 3, gar nicht mal so unattraktive, Damen in knapper Kleidung am Wegesrand. Auch mit ihren offensichtlich vorhanden weiblichen Reizen haben die nicht gegeizt. Recht nett - bis dann die eine mit der anderen in doch auffaellig tiefer Stimme gesprochen hat. HOCH GEFAEHRLICH!! Ich glaube die Regel ist einfach, dass man bei all zu langen Beinen - einem ja bekannten europaeischen Schoenheitsideal - entgegen allen anderen wirklich vorhandenen (!) Reizen doch lieber 57 mal hinschauen sollte. Besonders im Dunkeln. Ausser natuerlich man steht drauf. ;P

So dann war der Tag auch schon vorbei und ab gings in die Heia.

3 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Die Sanitäreanlage auf dem Foto ist ja der Hammer, so was brauch ich auch für mein Bad, wenn ich maln Haus hab. ^^
Konnte man sich den Steuerman aus suchen oder war das einer der Guides?
Naja gut ich wünsch euch weiterhin noch viel Spaß. ciao

Kevin hat gesagt…

Ne der Kapitan war von dem Raftingcamp vorgegeben. :) Und das Klo will man nich wirklich jemals selber haben. Ich sag dir, dass die erforderliche Hockstellung auch gut auf die Beine geht.

Eggi hat gesagt…

Na supi, voll die geile Tour! Das wär auch was für mich gewesen! Eine Elefantenreitstunde hat sicher was ganz tolles!
Das Klo erinnert mich an die Tour am Mount Blanc, da gabs auch so ein Teil, nur dass man da durch dass Rohr einen "besseren Ausblick" hatte...
Aber wat mutt, dat mutt!
Das Rafting scheint auch so eine Kaffeetour wie bei Amelie und mir in A gewesen zu sein. Na, wir werden da mal einen ordentlichen Trip im Ösiland im nächsten Jahr folgen lassen!!! Versprochen!
Ansonsten: Seid standhaft!! Viel Spass weiterhin!!